Die Szekula-Familie von Briefmarkenhändlern

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Diese Website ist den in Ungarn geborenen Briefmarkenhändlern Béla, Géza, Eugen und Frank Sekula gewidmet. Jeder von ihnen betrieb sein eigenes Briefmarkengeschäft mit Schwerpunkt auf internationalem Briefmarkenhandel, angetrieben wohl eher vom Sinn fürs Geschäft als von einer besonderen Neigung zur Philatelie. Alle vier nahmen die Schweizer Staatsbürgerschaft an und waren jahrelang nebeneinander in Luzern ansässig. Insbesondere Bélas Geschäftsideen lösten während seiner Karriere mehr als einen Skandal aus. Und dennoch – ohne die Sekula-Brüder wäre die Geschichte der Philatelie wohl deutlich ärmer.

Béla Sekula



Dominikanische „Gefälligkeitsstempel“ — 1903

Im Herbst 1903 warnte die Deutsche Briefmarken-Zeitung vor Béla wegen des Handels mit gefälschten Briefen, frankiert mit ganzen Sätzen der dominikanischen Ausgabe vom 25. Februar 1902 zum Gedenken an den 400. Jahrestag von Santo Domingo (Michel Nr. 101–107, Scott Nr. 144–150).
Béla Szekula hatte die Restbestände dieser Ausgabe aufgekauft und bot nun einen Teil davon in gebrauchtem Zustand an, sowohl lose entwertet mit einem Rundstempel mit einem fünf Wochen vor der Erstausgabe liegenden Datum, als auch auf Fantasie-Briefen mit diversen Abstempelungen. Er gab zu, dass diese Stempel von ihm selbst angebrachte Gefälligkeitsentwertungen waren. Es ist nicht sicher, ob es sich dabei, wie von ihm behauptet, um offizielle dominikanische Handstempel handelte, die er zusammen mit den Marken erworben hatte, oder um in Genf hergestellte Fälschungen. In jedem Fall lassen sich auf gebrauchten Marken dieser Ausgabe zwei verschiedene Rundstempel mit dem Datum 20. Januar 1902 nachweisen, deren deutlichster Unterschied die Schreibweise des Monats ist, einmal mit Kapitälchen als Ene und dann in einer selteneren Variante ENE ausschließlich in Großbuchstaben.

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